Frühlingserwachen in den Thurauen mit über 40 Vogelarten und dem ersten singenden Zilpzalp

Der Einladung des Vereins für Avifaunistik & Feldornithologie Region Schaffhausen zur Frühlingsexkursion vom 07. März 2026 in die Thurauen bei Marthalen folgten 10 Personen — Exkursionsleiter Simon Landolt eröffnete den Anlass am Nordufer der Thur mit einigen interessanten Begebenheiten zum Naturschutzgebiet «Thurauen», bevor es bei angenehmem Wetter durch den offenen Auenwald ging. Ein erster singender Zilpzalp war ein untrügliches Zeichen des nahenden Frühlings. Die Spechte hielten sich vornehm zurück, dennoch wurden 5 Spechtarten gehört.

Schon zu Beginn der Exkursion wurden auf den Kiesbänken der Thur einige interessanten Vogelarten wie Flussuferläufer, Waldwasserläufer und Eisvogel entdeckt, ferner auch einige Bachstelzen und zwei nahrungssuchende Rohrammern. Nach einem kurzen Wegstück der Thur entlang folgte die Exkursionsgruppe dem Weg durch den Wald bis zu seinem nördlichen Rand. Begleitet von den recht häufig vorkommenden und singenden Rotkehlchen sowie Singdrosseln wurden weitere Arten wie z.B. Ringeltaube, Schwanzmeise, Kernbeisser, Grünfink, Gartenbaumläufer, Sommergoldhähnchen notiert. Aus der Ferne wurden singende Misteldrosseln und ein rufender/trommelnder Schwarzspecht wahrgenommen und gelegentlich waren trommelnde Buntspechte zu hören.

An der Thur wurden u.a. ein Flussuferläufer, ein Waldwasserläufer und ein Eisvogel beobachtet.
Exkursionsleiter Simon Landolt (links) bei seinen Ausführungen über die Thurauen

Am Waldrand angekommen öffnete sich der Blick Richtung Ellikon am Rhein über das dazwischenliegende Kulturland. Über der Ortschaft kreisten drei Rotmilane und auf Birken sowie im Gras rasteten einige Bergpieper. Kurz vor der Beobachtungshütte war ein rufender Mittelspecht zu hören, aus der Ferne auch Grün- und Kleinspecht. Über dem Eggholz auf der gegenüberliegenden Rheinseite zog ein Disput zwischen Sperber und Rabenkrähe die Aufmerksamkeit auf sich, während auf dem Rhein Gänsesäger, Graugans, Stockente und Höckerschwan die Beobachtungsliste erweiterten. Über 40 Vogelarten konnten an dieser rund dreistündigen Exkursion in den Thurauen beobachtet werden. — Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihr Kommen.

Unterwegs in den Thurauen mit künstlich angelegten Tümpeln

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